Ein Carport Dach ist weit mehr als nur der obere Abschluss eines Stellplatzes. Dachform, Dachneigung, Tragwerk, Entwässerung und Dacheindeckung müssen zusammenpassen. Gleichzeitig entscheidet das Dach darüber, wie hell der Bereich unter dem Carport bleibt, wie das Bauwerk zum Wohnhaus wirkt und welche Möglichkeiten später für Photovoltaik, Begrünung oder zusätzlichen Wetterschutz bestehen.
Wer einen Carport kaufen möchte, sollte das Carport Dach deshalb nicht erst nach der Auswahl des Grundmodells festlegen. Gerade bei individuell geplanten Carports können Dachform und Dacheindeckung von Anfang an auf Grundstück, Haus und Nutzung abgestimmt werden.
Bei Baustoff Ambrosius finden Sie unterschiedliche Carports und verschiedene Ausführungen für private und gewerbliche Projekte. Die Lieferung ist deutschlandweit möglich. Für geeignete Projekte bieten wir zusätzlich die Montage in Hamburg und Schleswig-Holstein an.
1. Carport Dach zuerst als Gesamtsystem betrachten
Beim Carport Dach sollte nicht nur die sichtbare Eindeckung betrachtet werden. Entscheidend ist das gesamte System aus Tragkonstruktion, Dachneigung, Untergrund, Abdichtung beziehungsweise Eindeckung, Befestigung und Entwässerung.
Zur Planung gehören unter anderem:
- Dachform
- Dachneigung
- Sparren beziehungsweise Dachträger
- zulässige Spannweiten
- Dacheindeckung
- Anschlüsse und Dachränder
- Dachrinne und Fallrohr
- Schnee- und Windlasten
- mögliche Lichtflächen
- mögliche Photovoltaik
- gegebenenfalls eine Dachbegrünung
- Anschluss an ein Wohnhaus oder einen Geräteraum
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom konkreten Carport ab. Ein leichtes Kunststoffdach stellt andere Anforderungen an die Unterkonstruktion als ein Gründach oder eine schwere Dacheindeckung mit Dachsteinen.
Wer die Konstruktion noch nicht festgelegt hat, findet im Ratgeber Carport Material – Holz oder Aluminium weitere Grundlagen zur Materialwahl.
2. Flachdach beim Carport
Das Flachdach gehört zu den häufigsten modernen Dachformen. Optisch wirkt es ruhig und geradlinig und lässt sich besonders gut mit moderner Architektur kombinieren.
Ein Carport Dach mit flacher Dachform ist trotzdem nicht automatisch vollkommen waagerecht. Damit Wasser kontrolliert abgeführt werden kann, muss die Dachkonstruktion entsprechend dem vorgesehenen System geplant werden. Welche Mindestneigung erforderlich ist, richtet sich nach der gewählten Abdichtung oder Dacheindeckung und den Herstellerangaben.
Für flach geneigte Konstruktionen können je nach System beispielsweise EPDM, geeignete Bitumenabdichtungen, Metalllösungen oder ein fachgerecht geplanter Gründachaufbau infrage kommen.
Ein Flachdach kann außerdem interessant sein, wenn Photovoltaik oder eine Dachbegrünung bereits bei der Planung berücksichtigt werden sollen.
3. Pultdach beim Carport
Beim Pultdach besitzt das Carport Dach eine durchgehende geneigte Dachfläche. Dadurch gibt es eine eindeutige Entwässerungsrichtung.
Das kann besonders praktisch sein, wenn Regenwasser gezielt auf einer bestimmten Seite des Carports gesammelt oder abgeleitet werden soll. Gleichzeitig wirkt ein Pultdach modern und kann sich gut an ein bestehendes Gebäude anpassen.
Mögliche Dacheindeckungen sind je nach Konstruktion unter anderem:
- EPDM
- Profil- oder Trapezblech
- Wellplatten
- Hohlkammerplatten
- Doppelstegplatten
- Bitumenwellplatten
- Dachschindeln bei dafür geeigneter Dachneigung
- Grünbedachung
Auch hier gilt: Nicht jede Eindeckung passt zu jeder Dachneigung. Das Carport Dach muss deshalb immer nach den technischen Vorgaben des jeweiligen Systems geplant werden.
4. Satteldach beim Carport
Ein Satteldach besteht aus zwei geneigten Dachflächen, die am First zusammentreffen. Diese Dachform wirkt klassischer als ein Flach- oder Pultdach und kann gut zu Wohnhäusern mit traditioneller Dachform passen.
Bei einem Carport Dach mit Satteldach sind verschiedene Dacheindeckungen möglich. Dazu können je nach Konstruktion Dachschindeln, Bleche, geeignete Platten oder bei ausreichend tragfähiger Konstruktion auch Dachziegel beziehungsweise Dachsteine gehören.
Schwere Dacheindeckungen dürfen jedoch nicht einfach nachträglich auf einen dafür nicht ausgelegten Carport gelegt werden. Tragwerk, Pfosten, Verbindungen und Carport Fundament müssen die zusätzlichen Lasten aufnehmen können.
Auch First, Ortgänge und Dachentwässerung müssen zum gewählten Dachsystem passen.
5. Walmdach, Bogendach und Sonderformen
Neben den klassischen Formen gibt es weitere Möglichkeiten für ein Carport Dach.
Ein Walmdach kann bei individuell geplanten Konstruktionen eine hochwertige, stärker an Wohnhäuser angelehnte Optik erzeugen. Bei Aluminiumcarports sind außerdem gebogene oder leicht gewölbte Dachformen verbreitet. Solche Bogendächer werden häufig mit transparenten oder transluzenten Platten kombiniert.
Auch asymmetrische Dachformen, unterschiedlich breite Dachflächen oder Sonderkonstruktionen sind bei entsprechenden Herstellern und Maßanfertigungen möglich.
Je spezieller die Dachform ist, desto wichtiger wird die frühzeitige Abstimmung von Tragwerk, Eindeckung, Entwässerung und Anschlüssen.
6. EPDM als Abdichtung für das Carport Dach
EPDM ist eine elastische Dachbahn und kann für geeignete flache oder flach geneigte Dachkonstruktionen verwendet werden.
Beim Carport Dach kann EPDM besonders dann interessant sein, wenn eine geschlossene und optisch zurückhaltende Dachfläche gewünscht ist. Große Flächen können je nach System mit vergleichsweise wenigen Nähten abgedichtet werden.
Entscheidend sind jedoch:
- geeigneter Untergrund
- saubere Anschlüsse
- fachgerechte Verklebung beziehungsweise Befestigung
- Dachrandabschlüsse
- sichere Entwässerung
- passende Dachneigung
EPDM sollte nicht einfach unabhängig von der Unterkonstruktion betrachtet werden. Dachfläche, Randbereiche, Durchdringungen und Wasserführung gehören gemeinsam geplant.
7. Bitumenbahnen und Schweißbahnen
Auch Bitumenbahnen können je nach Dachaufbau für ein Carport Dach infrage kommen. Dabei muss zwischen unterschiedlichen Produkten und Verarbeitungsarten unterschieden werden.
Bei geeigneten Konstruktionen können mehrlagige Dachaufbauten oder Schweißbahnen eingesetzt werden. Untergrund, Anschlüsse und Randbereiche müssen dabei zur vorgesehenen Abdichtung passen.
Wichtig ist außerdem, dass offene Holzbauteile und angrenzende Konstruktionen bei Arbeiten mit offener Flamme besonders berücksichtigt werden. Je nach System können alternative Verarbeitungsverfahren sinnvoller sein.
Welche Bitumenabdichtung geeignet ist, sollte deshalb anhand des konkreten Dachaufbaus entschieden werden.
8. Dachschindeln auf dem Carport
Bitumenschindeln sind eine klassische Dacheindeckung für geneigte Dächer.
Ein Carport Dach mit Schindeln kann besonders gut zu Gartenhäusern, Holzhäusern oder klassisch gestalteten Wohngebäuden passen. Es gibt unterschiedliche Formen und Oberflächen, beispielsweise Rechteck- oder Biberschwanzoptik.
Für eine dauerhaft funktionierende Schindeldeckung sind ein geeigneter vollflächiger Untergrund und die vom Hersteller vorgeschriebene Dachneigung wichtig.
Schindeln dürfen deshalb nicht einfach auf jede beliebige flache Carportkonstruktion gesetzt werden. Dachform und Aufbau müssen von Anfang an dafür vorgesehen sein.
9. Bitumenwellplatten – oft als „Wellpappe“ bezeichnet
Was umgangssprachlich häufig als „Wellpappe“ bezeichnet wird, sind bei Dächern in der Regel Bitumenwellplatten.
Diese leichten Wellplatten können bei geeigneten Dachkonstruktionen eine einfache Möglichkeit für das Carport Dach darstellen. Sie dürfen jedoch nicht mit Kunststoff-Wellplatten verwechselt werden.
Bitumenwellplatten sind nicht transparent. Kunststoff-Wellplatten können dagegen je nach Material lichtdurchlässig sein.
Bei beiden Varianten sind Auflagerabstände, Befestigung, Überdeckungen und Dachneigung nach den jeweiligen Herstellerangaben auszuführen.
10. Trapezblech, Profilblech und Metall auf dem Carport Dach
Metallprofile gehören zu den vielseitigen Möglichkeiten für ein Carport Dach.
Je nach gewünschter Optik können beispielsweise Trapezbleche, Profilbleche oder Systeme mit Stehfalz beziehungsweise Stehfalzoptik eingesetzt werden.
Vorteile können ein vergleichsweise geringes Gewicht, eine klare Optik und die schnelle Verlegung großer Dachflächen sein. Gleichzeitig müssen Befestigung, Überdeckungen, Anschlüsse und Dachneigung zum jeweiligen Profil passen.
Bei Metalldächern sollte außerdem das Thema Kondensat berücksichtigt werden. Unter bestimmten Bedingungen kann sich an der Unterseite kalter Bleche Feuchtigkeit bilden. Je nach Dachaufbau können deshalb beispielsweise Antikondensbeschichtungen, geeignete Unterlagen oder konstruktive Lösungen erforderlich sein.
Auch die Geräuschentwicklung bei Regen kann bei der Materialwahl eine Rolle spielen.
11. Kunststoff-Wellplatten für ein helles Carport Dach
Kunststoff-Wellplatten können interessant sein, wenn unter dem Carport möglichst viel Tageslicht erhalten bleiben soll.
Ein solches Carport Dach wirkt deutlich heller als eine geschlossene Blech- oder Bitumenfläche. Je nach Produkt kommen unterschiedliche Kunststoffe, Profilformen, Lichtdurchlässigkeiten und Farbtöne infrage.
Wichtig sind:
- passende Unterkonstruktion
- richtige Auflagerabstände
- geeignete Befestigung
- ausreichende Bewegungsmöglichkeit des Materials
- erforderliche Überdeckungen
- Herstellerangaben zur Dachneigung
Kunststoffplatten verändern ihre Abmessungen bei Temperaturunterschieden. Deshalb müssen Befestigung und Bohrungen entsprechend dem jeweiligen System ausgeführt werden.
12. Hohlkammerplatten und Doppelstegplatten
Hohlkammerplatten bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Kunststoffschichten mit innenliegenden Kammern. Doppelstegplatten sind eine bekannte Form dieser Platten.
Beim Carport Dach können Hohlkammerplatten eine interessante Lösung sein, wenn eine hochwertige lichtdurchlässige Fläche mit vergleichsweise ruhiger Optik gewünscht wird.
Sie können beispielsweise über einem Stellplatz, einem seitlichen Laufweg oder einem Übergangsbereich zum Haus eingesetzt werden.
Das System benötigt passende Profile, Auflager, Randabschlüsse und eine fachgerechte Wasserführung. Auch die Einbaurichtung der Kammern und die vorgesehenen Abschlussprofile müssen zum jeweiligen Plattensystem passen.
Ein Beispiel für eine moderne, lichtdurchlässige Carportlösung ist der Carport Smart.
13. Glasdach beim Carport
Auch Glas kann für ein Carport Dach eingesetzt werden, sofern die gesamte Konstruktion dafür geplant ist.
Ein Glasdach kann eine hochwertige, sehr transparente Optik erzeugen. Gleichzeitig ist Glas deutlich schwerer als viele Kunststoffplatten. Deshalb müssen Tragwerk, Auflager, Befestigung und Sicherheitsanforderungen von Anfang an berücksichtigt werden.
Auch Verschattung, Reinigung und mögliche Aufheizung unter großen Glasflächen können bei der Planung eine Rolle spielen.
Glas sollte deshalb nicht lediglich als optische Alternative zu Kunststoffplatten betrachtet werden. Es ist ein eigenes Dachsystem mit entsprechenden konstruktiven Anforderungen.
14. Gründach auf dem Carport
Ein begrüntes Carport Dach kann optisch sehr attraktiv sein und Regenwasser zeitweise zurückhalten. Gerade bei flacheren Dachformen kann eine extensive Begrünung interessant sein.
Ein Gründach besteht jedoch nicht nur aus Pflanzen. Je nach System gehören unter anderem Abdichtung, Schutzlage, Dränage, Wasserspeicher, Substrat und Vegetation zum Aufbau.
Das zusätzliche Gewicht ist entscheidend. Dabei muss nicht nur das trockene Gewicht berücksichtigt werden, sondern auch Wasser, das im Aufbau gespeichert wird. Die Tragkonstruktion muss deshalb von Anfang an für das geplante Begrünungssystem ausgelegt sein.
Das Umweltbundesamt beschreibt ebenfalls die Fähigkeit von Gründächern, Niederschlagswasser aufzunehmen, zwischenzuspeichern und verzögert wieder abzugeben. Weitere Informationen finden Sie beim Umweltbundesamt zur Dachbegrünung.
Ein bestehendes Carport Dach sollte deshalb nicht ohne Prüfung der Konstruktion nachträglich begrünt werden.
15. Carport Dach halb geschlossen und halb lichtdurchlässig
Ein besonders interessantes Konzept ist die Kombination verschiedener Dachmaterialien auf einer Konstruktion.
Das Carport Dach muss nicht vollständig aus einem einzigen Material bestehen. Bei entsprechend geplanter Unterkonstruktion kann beispielsweise eine Dachhälfte geschlossen ausgeführt werden, während die andere Hälfte lichtdurchlässig bleibt.

Mögliche Kombinationen sind zum Beispiel:
- Blech und Hohlkammerplatten
- Blech und Kunststoff-Wellplatten
- EPDM und Lichtfläche
- geschlossene Dachfläche und Doppelstegplatten
- geschlossene Fläche über dem Fahrzeug und Lichtband entlang des Hauses
- geschlossene Fläche über einem Geräteraum und transparente Fläche über dem Stellplatz
Eine solche Lösung kann sinnvoll sein, wenn ein Teil des Carport Dach besonders guten Sicht- oder Sonnenschutz bieten soll, während an anderer Stelle möglichst viel Tageslicht gewünscht ist.
Besonders bei einem Carport direkt neben Fenstern kann eine Lichtfläche verhindern, dass angrenzende Räume unnötig stark verschattet werden.
Wichtig ist jedoch der Übergang zwischen den verschiedenen Dachsystemen. Anschlusshöhen, Profile, Abdichtung und Wasserführung müssen konstruktiv sauber gelöst werden.
16. Lichtstreifen statt komplett transparentem Dach
Nicht immer muss die Hälfte des Daches transparent ausgeführt werden.
Beim Carport Dach können auch einzelne Lichtstreifen oder begrenzte transparente Felder eingeplant werden. Das kann eine gute Lösung sein, wenn eine überwiegend geschlossene Dachfläche gewünscht wird, aber trotzdem Tageslicht unter den Carport gelangen soll.

Ein Lichtstreifen kann beispielsweise entlang einer Hauswand, zwischen zwei Dachfeldern oder über einem Laufweg angeordnet werden.
Auch hierbei müssen die verwendeten Materialien konstruktiv miteinander kompatibel sein.
17. Dachsteine und Dachziegel auf dem Carport
Bei entsprechend massiv geplanten Konstruktionen können auch Dachsteine oder Dachziegel für ein Carport Dach infrage kommen.
Diese Lösungen sind deutlich schwerer als beispielsweise EPDM, leichte Bleche oder Kunststoffplatten. Deshalb muss der Carport von Beginn an für diese Lasten ausgelegt sein.
Neben dem Eigengewicht der Dacheindeckung müssen auch weitere Einwirkungen wie Schnee berücksichtigt werden.
Ein vorhandener leichter Carport sollte deshalb nicht einfach nachträglich mit Dachsteinen eingedeckt werden, nur weil die Optik besser zum Wohnhaus passen würde.
18. Dachentwässerung gehört zum Carport Dach
Regenwasser muss kontrolliert vom Carport Dach abgeführt werden.
Dazu gehören je nach Konstruktion:
- Dachrinne
- Rinnenhalter
- Ablaufstutzen
- Fallrohr
- Fallrohrbogen
- gegebenenfalls innenliegende Abläufe
- Versickerung oder kontrollierte Weiterleitung
Die Position der Fallrohre sollte frühzeitig festgelegt werden. Ein Fallrohr mitten im Rangierbereich oder direkt an einer Tür kann später störend sein.
Auch bei Mischdächern und Lichtflächen muss die Entwässerungsrichtung eindeutig funktionieren.
19. Carport Dach direkt am Wohnhaus
Steht ein Carport unmittelbar am Gebäude, wird der Dachanschluss besonders wichtig.
Ein Carport Dach darf nicht so geplant werden, dass Niederschlagswasser unkontrolliert an die Hausfassade geführt wird. Gleichzeitig müssen vorhandene Fenster, Türen, Dachüberstände und Fallrohre berücksichtigt werden.
Je nach Konstruktion kann ein freistehender Carport mit geringem Abstand zum Haus einfacher sein als ein direkt angeschlossenes Dachsystem.
Bei einem tatsächlichen Gebäudeanschluss müssen Abdichtung und Anschlussdetails fachgerecht geplant werden.
20. Schnee- und Windlasten nicht vergessen
Das Carport Dach muss nicht nur sein eigenes Gewicht tragen.
Hinzu kommen je nach Standort unter anderem Schnee, Wind und zusätzliche Aufbauten. Bei Photovoltaik oder Gründach entstehen weitere dauerhafte beziehungsweise veränderliche Lasten.
Deshalb ist es nicht sinnvoll, ausschließlich anhand der sichtbaren Sparrenstärke zu beurteilen, ob ein Dach ausreichend dimensioniert ist.
Entscheidend ist die gesamte Tragkonstruktion aus Pfosten, Trägern, Sparren beziehungsweise Profilen, Verbindungen und Fundamenten.
21. Photovoltaik auf dem Carport Dach
Ein Carport Dach kann eine interessante Fläche für Photovoltaik bieten.
Wer eine spätere PV-Anlage in Betracht zieht, sollte dies möglichst schon bei der Auswahl des Carports berücksichtigen. Tragwerk, Dachmaterial und Befestigung müssen für das vorgesehene Montagesystem geeignet sein.
Auch Leitungswege, Wechselrichterstandort und eine mögliche Wallbox können frühzeitig berücksichtigt werden.
Nicht jedes vorhandene Dach darf automatisch mit zusätzlichen Modulen belastet werden. Konstruktion und Befestigung müssen für die zusätzlichen Lasten und Windbeanspruchungen geeignet geplant sein.
22. Carport mit Geräteraum – ein Dach oder zwei Dachbereiche?
Bei einem Carport mit Geräteraum kann das Carport Dach unterschiedlich aufgebaut werden.
Carport und Geräteraum können eine gemeinsame Dachfläche erhalten. Es ist aber auch möglich, bei entsprechender Planung unterschiedliche Bereiche zu schaffen.
Denkbar wäre beispielsweise:
- geschlossene Abdichtung über dem Geräteraum
- lichtdurchlässige Platten über dem Stellplatz
- durchgehendes Blechdach über beiden Bereichen
- gemeinsames Gründach bei dafür ausgelegter Konstruktion
Ein Beispiel für die Kombination aus Stellplatz und geschlossenem Stauraum ist die Carport Cara Remise.
23. Welche Dacheindeckung passt zu welchem Carport?
Eine pauschal beste Lösung für das Carport Dach gibt es nicht.
Wer möglichst viel Licht möchte, kann je nach Konstruktion Wellplatten, Hohlkammerplatten, Doppelstegplatten oder Glas prüfen.
Wer eine geschlossene, moderne Dachfläche möchte, kann beispielsweise EPDM oder Metall in Betracht ziehen.
Bei geneigten klassischen Dächern können Schindeln interessant sein. Bei entsprechend massiv ausgelegten Konstruktionen sind auch Dachziegel oder Dachsteine möglich.
Wer eine naturnahe Optik und zusätzlichen Regenwasserrückhalt wünscht, kann ein statisch vorgesehenes Gründach planen.
Entscheidend sind immer Konstruktion, Dachneigung, gewünschte Optik, Nutzung, Pflege und Budget.
24. Kosten beim Carport Dach richtig vergleichen
Beim Preisvergleich sollte nicht nur der Quadratmeterpreis der Dacheindeckung betrachtet werden.
Zum vollständigen Carport Dach können zusätzlich gehören:
- Unterkonstruktion
- Schalung
- Profile
- Befestigungsmittel
- Dachabdichtung
- Randabschlüsse
- First- und Ortgangteile
- Anschlussprofile
- Dachrinne
- Fallrohr
- Lichtflächen
- Montage
- zusätzliche Verstärkungen
- Vorbereitung für Photovoltaik oder Gründach
Ein zunächst günstiges Dachmaterial kann durch aufwendiges Zubehör oder zusätzliche Unterkonstruktionen am Ende teurer werden als erwartet.
Deshalb sollte immer der vollständige Dachaufbau verglichen werden.
25. Carport Dach bei Baustoff Ambrosius
Bei Baustoff Ambrosius können unterschiedliche Carports für verschiedene Grundstücke und Anforderungen bestellt werden.
Ein Beispiel für eine individuell planbare Holzkonstruktion ist der Carport Caro. Für größere Stellflächen kommt beispielsweise der Carport Duo infrage.
Die Lieferung der Carports ist deutschlandweit möglich.
Für geeignete Projekte bieten wir zusätzlich die fachgerechte Montage in Hamburg und Schleswig-Holstein an. Dabei können je nach Projekt auch Dacharbeiten und weitere Leistungen rund um den Carport abgestimmt werden.
Carport Dach richtig auswählen
Das Carport Dach sollte immer gemeinsam mit dem gesamten Carport geplant werden.
Dachform, Dachneigung, Material, Lichtflächen, Entwässerung, Tragwerk und Fundament beeinflussen sich gegenseitig. Wer beispielsweise ein Gründach, Photovoltaik oder eine Kombination aus geschlossener und lichtdurchlässiger Dachfläche möchte, sollte dies bereits bei der Auswahl der Konstruktion berücksichtigen.
Auch die Frage, welcher Carport zum Grundstück passt, sollte deshalb gemeinsam mit der Dachplanung beantwortet werden.
Welche Carport Größe für Pkw, SUV, Transporter und Wohnmobil sinnvoll ist und welche Reserven bei Breite, Länge und Höhe eingeplant werden sollten, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber.
Je genauer die Anforderungen vor der Bestellung feststehen, desto besser lassen sich Konstruktion und Carport Dach aufeinander abstimmen.
Häufige Fragen zum Carport Dach
Welche Dachform eignet sich für einen Carport?
Flachdach, Pultdach und Satteldach gehören zu den häufigsten Formen. Je nach Hersteller sind auch Walmdächer, Bogendächer und Sonderformen möglich. Welche Variante passt, hängt von Architektur, Grundstück und gewünschter Dacheindeckung ab.
Welche Dacheindeckung ist für ein Carport Dach möglich?
Je nach Konstruktion kommen unter anderem EPDM, Bitumenbahnen, Schindeln, Bitumenwellplatten, Trapezblech, Profilblech, Kunststoff-Wellplatten, Hohlkammerplatten, Doppelstegplatten, Glas, Gründach sowie bei entsprechend ausgelegten Konstruktionen Dachziegel oder Dachsteine infrage.
Kann ein Carport Dach halb geschlossen und halb transparent sein?
Ja, wenn Unterkonstruktion und Anschlüsse entsprechend geplant werden. Beispielsweise können Blech oder EPDM mit lichtdurchlässigen Wellplatten beziehungsweise Hohlkammerplatten kombiniert werden.
Was ist bei einem Gründach wichtig?
Tragfähigkeit, Abdichtung, Schutz- und Dränageschichten, Substrat, Vegetation und Entwässerung müssen als System geplant werden. Besonders das zusätzliche Gewicht im wassergesättigten Zustand muss berücksichtigt werden.
Kann Photovoltaik auf ein Carport Dach?
Grundsätzlich ja, wenn Tragkonstruktion, Dachaufbau und Befestigungssystem dafür ausgelegt sind. Eine spätere PV-Nutzung sollte möglichst bereits bei der Carportplanung berücksichtigt werden.
Sind Hohlkammerplatten und Doppelstegplatten dasselbe?
Doppelstegplatten gehören zur Gruppe der Hohlkammerplatten. Sie besitzen mehrere Kunststoffschichten mit innenliegenden Kammern. Je nach Produkt gibt es unterschiedliche Kammergeometrien, Stärken und Systeme.
Ist „Wellpappe“ dasselbe wie Kunststoff-Wellplatte?
Nein. Mit „Wellpappe“ sind bei Dächern umgangssprachlich häufig Bitumenwellplatten gemeint. Kunststoff-Wellplatten bestehen dagegen aus Kunststoff und können je nach Ausführung lichtdurchlässig sein.
Braucht ein Carport Dach immer eine Dachrinne?
Die Entwässerung muss in jedem Fall geregelt sein. Ob dafür eine klassische Dachrinne, ein innenliegender Ablauf oder ein anderes System verwendet wird, hängt von der Dachkonstruktion ab.
Kann Baustoff Ambrosius Carports deutschlandweit liefern?
Ja. Die Lieferung von Carports ist deutschlandweit möglich.
Gibt es auch eine Montage?
Für geeignete Projekte bietet Baustoff Ambrosius die Montage in Hamburg und Schleswig-Holstein an.