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Eine Terrassenüberdachung soll zuverlässig vor Regen schützen. Tropft es plötzlich am Wandanschluss, zwischen zwei Dachplatten oder an einer Befestigung, sollte jedoch nicht einfach irgendein Dichtstoff auf die betreffende Stelle aufgetragen werden. Wer eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte zuerst herausfinden, wo das Wasser tatsächlich eindringt.

Das ist nicht immer so einfach, wie es zunächst aussieht. Wasser kann oberhalb einer sichtbaren Tropfstelle eindringen, an einem Profil entlanglaufen und erst an einer völlig anderen Stelle wieder austreten. Auch eine verstopfte Dachrinne, eine ungünstige Wasserführung oder beschädigte Dichtungen können den Eindruck erwecken, das Dach selbst sei undicht.

Besonders bei Stegplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas müssen außerdem Materialausdehnung, Profile, Dichtungen und die Herstellervorgaben des jeweiligen Systems berücksichtigt werden. Wer eine Terrassenüberdachung abdichten will, muss deshalb die vorhandene Konstruktion als Gesamtsystem betrachten. Eine dauerhafte Abdichtung entsteht nicht durch möglichst viel Silikon, sondern durch aufeinander abgestimmte Bauteile.

Baustoff Ambrosius liefert Terrassenüberdachungen, Dachprodukte, Kunststoffplatten und passende Baustoffe deutschlandweit. Für geeignete Projekte können zusätzlich Fundament- und Montageleistungen in Hamburg und Schleswig-Holstein abgestimmt werden.

1. Vor dem Terrassenüberdachung abdichten die Ursache finden

Bevor Sie eine Terrassenüberdachung abdichten, sollte zunächst die tatsächliche Eintrittsstelle des Wassers gesucht werden.

Typische Bereiche sind:

  • Wandanschluss
  • Verbindungsprofile zwischen Dachplatten
  • Randprofile
  • Dichtungen
  • Befestigungspunkte
  • Schrauben
  • Übergänge zwischen unterschiedlichen Bauteilen
  • Stirnseiten von Stegplatten
  • Dachrinne und Rinnenanschluss
  • Fallrohr
  • beschädigte Dachplatten

Dabei sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass die Stelle, an der das Wasser heruntertropft, gleichzeitig die undichte Stelle ist.

Wasser kann unter einem Profil weiterlaufen oder entlang einer Konstruktion wandern. Gerade bei größeren Dachflächen kann die tatsächliche Eintrittsstelle deshalb deutlich von der sichtbaren Tropfstelle entfernt liegen.

Deshalb gilt beim Terrassenüberdachung abdichten: erst kontrollieren, dann reparieren.

Wie Dachflächen, Konstruktion und Anschlüsse regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Terrassenüberdachung reinigen und richtig pflegen – 21 ultimative Tipps.

2. Terrassenüberdachung bei trockenem Wetter kontrollieren

Eine systematische Kontrolle funktioniert am besten, wenn Dach und Konstruktion zunächst trocken sind.

Feuchte Bauteile können die Suche nach einer Eintrittsstelle erschweren. Nach der ersten Sichtprüfung kann anschließend gezielt geprüft werden, an welcher Stelle Wasser in die Konstruktion gelangt.

Kontrollieren Sie insbesondere:

  • Risse
  • lose Profile
  • verrutschte Dichtungen
  • beschädigte Dichtlippen
  • lockere Befestigungen
  • sichtbare Spalten
  • beschädigte Dachplatten
  • Verschmutzungen an Wasserabläufen
  • Veränderungen am Wandanschluss

Bei größeren Dachflächen sollte abschnittsweise gearbeitet werden. Dadurch lässt sich die Ursache häufig wesentlich genauer eingrenzen.

Wer anschließend die Terrassenüberdachung abdichten möchte, hat damit eine wesentlich bessere Grundlage als bei einer Reparatur auf Verdacht.

3. Wandanschluss der Terrassenüberdachung abdichten

Der Übergang zwischen Hauswand und Dach gehört zu den besonders wichtigen Bereichen einer angebauten Terrassenüberdachung.

Hier treffen Gebäude und Dachkonstruktion aufeinander.

Ein geeigneter Wandanschluss muss deshalb so ausgeführt werden, dass Niederschlagswasser nicht hinter die Dachkonstruktion gelangen kann.

Je nach Dachsystem werden dafür spezielle Wandanschlussprofile eingesetzt. Solche Profile können mit passenden Dichtungen Bestandteil eines abgestimmten Verlegesystems sein.

Wichtig ist außerdem der vorhandene Wandaufbau. Eine massive Wand stellt andere Anforderungen als beispielsweise eine gedämmte Fassade oder eine Holzkonstruktion.

Wer an dieser Stelle eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte daher nicht nur den sichtbaren Spalt betrachten. Entscheidend ist der gesamte konstruktive Übergang zwischen Gebäude und Dach.

Die verschiedenen Dachaufbauten und Anschlüsse behandeln wir ausführlicher in unserem Ratgeber Terrassenüberdachung Dach – 21 ultimative Tipps.

Terrassenüberdachung abdichten am Wandanschluss

4. Wandanschluss nicht einfach mit Silikon zuschmieren

Eine undichte Stelle am Wandanschluss verleitet schnell dazu, eine dicke Silikonfuge über den vorhandenen Übergang zu ziehen.

Das ist nicht automatisch eine dauerhafte Lösung.

Vorhandene Dichtstoffe können gealtert oder vom Untergrund abgelöst sein. Außerdem muss ein neuer Dichtstoff für die beteiligten Materialien und die jeweilige Anwendung geeignet sein.

Noch wichtiger: Ein konstruktiv falsch ausgeführter Wandanschluss wird durch eine zusätzliche Dichtstoffschicht nicht automatisch richtig.

Deshalb sollte zunächst geprüft werden:

  • Ist das Wandanschlussprofil richtig montiert?
  • Ist die vorhandene Dichtung intakt?
  • Gibt es Bewegungen zwischen Wand und Dach?
  • Ist der Untergrund tragfähig?
  • Kann Wasser hinter das Profil gelangen?
  • Ist der verwendete Dichtstoff für die Materialien geeignet?

Erst danach sollte entschieden werden, wie sich die Terrassenüberdachung abdichten lässt. Eine gezielte Reparatur der tatsächlichen Schwachstelle ist sinnvoller als eine zusätzliche Schicht Dichtstoff über einem ungeklärten Problem.

5. Stegplatten richtig abdichten

Stegplatten gehören zu den häufig verwendeten transparenten Dacheindeckungen bei Terrassenüberdachungen.

Dabei können beispielsweise Polycarbonat- oder Acrylglasplatten verwendet werden.

Passende Stegplatten und Kunststoffplatten finden Sie je nach Ausführung und Verfügbarkeit auch im Sortiment von Baustoff Ambrosius.

Beim Abdichten muss berücksichtigt werden, dass sich Kunststoffplatten bei Temperaturänderungen ausdehnen und wieder zusammenziehen können.

Die Platten dürfen deshalb nicht einfach starr in eine Konstruktion eingespannt werden.

Fachgerechte Verlegesysteme arbeiten mit darauf abgestimmten Profilen und Dichtungen. Dadurch können die Platten innerhalb des vorgesehenen Systems arbeiten, während Niederschlagswasser von außen abgehalten wird.

Wer eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte deshalb immer prüfen, welches Platten- und Profilsystem tatsächlich verbaut wurde. Platten, Profile und Dichtungen sollten konstruktiv zueinander passen.

6. Profile zwischen den Dachplatten kontrollieren

Zwischen einzelnen Dachplatten befinden sich je nach System Verbindungs- beziehungsweise Klemmprofile.

Diese Profile übernehmen wichtige Aufgaben.

Sie halten die Dacheindeckung, decken Plattenstöße ab und arbeiten zusammen mit den jeweiligen Dichtungen.

Bei einer undichten Terrassenüberdachung sollten deshalb insbesondere folgende Punkte kontrolliert werden:

  • sitzt das Profil richtig?
  • ist es beschädigt?
  • hat es sich gelöst?
  • fehlen Abdeckungen?
  • sind Dichtungen verrutscht?
  • wurden falsche Bauteile miteinander kombiniert?
  • sind Schraubverbindungen noch ordnungsgemäß?

Ein Profil sollte nicht wahllos durch irgendein ähnlich aussehendes Profil ersetzt werden.

Platte, Profil und Dichtung sollten als zusammengehöriges System betrachtet werden. Das ist besonders wichtig, wenn Sie eine ältere Terrassenüberdachung abdichten und einzelne Bauteile ersetzen möchten.

7. EPDM-Dichtungen beim Terrassenüberdachung abdichten prüfen

Dichtungen sind ein wesentlicher Bestandteil vieler Dachsysteme.

Bei hochwertigen Verlegesystemen für Stegplatten werden beispielsweise EPDM-Dichtungen eingesetzt.

Diese sitzen zwischen Profilen und Verglasung und sollen das Eindringen von Wasser verhindern, ohne die notwendige Bewegung der Platten zu blockieren.

Bei der Kontrolle sollte auf Folgendes geachtet werden:

  • beschädigte Dichtlippen
  • herausgerutschte Dichtungen
  • stark verformte Bereiche
  • fehlende Dichtungsabschnitte
  • falsche Dichtungsmaterialien
  • Verschmutzungen im Dichtbereich

Nicht jede beliebige Gummidichtung ist automatisch für Acrylglas oder Polycarbonat geeignet.

Deshalb sollten möglichst die zum jeweiligen Verlegesystem vorgesehenen Komponenten verwendet werden. Gerade beim Terrassenüberdachung abdichten können ungeeignete Ersatzmaterialien später erneut Probleme verursachen.

Terrassenüberdachung abdichten mit EPDM-Dichtung und Profil

8. Materialverträglichkeit von Dichtstoffen beachten

Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Wer eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte nicht irgendeinen vorhandenen Dichtstoff verwenden.

Kunststoffe wie Polycarbonat oder Acrylglas können empfindlich auf ungeeignete Materialien reagieren. Deshalb müssen Dichtstoffe und Dichtungen für die jeweilige Dachplatte beziehungsweise das verwendete System geeignet sein.

Auch bei Glas, Aluminium, beschichteten Bauteilen und vorhandenen Dichtungen muss die Materialverträglichkeit berücksichtigt werden.

Die sicherste Grundlage bilden die Montage- und Produktangaben des jeweiligen Herstellers.

Ein ungeeigneter Dichtstoff kann eine kurzfristig geschlossen wirkende Stelle erzeugen, ohne eine fachgerechte dauerhafte Lösung darzustellen.

9. Schrauben und Befestigungspunkte kontrollieren

Auch Befestigungen können Ursache für eindringendes Wasser sein.

Je nach Dachsystem kommen unterschiedliche Schrauben, Befestigungselemente und Dichtscheiben zum Einsatz.

Bei einer Kontrolle sollte geprüft werden:

  • fehlen Schrauben?
  • sind Schrauben locker?
  • wurden Befestigungen beschädigt?
  • sind Dichtscheiben vorhanden und intakt?
  • wurden ungeeignete Schrauben eingesetzt?
  • gibt es Beschädigungen rund um Befestigungspunkte?

Dabei sollte eine Schraube nicht einfach immer weiter angezogen werden.

Zu hoher Anpressdruck kann bei bestimmten Konstruktionen Dichtungen oder Dachmaterialien ungünstig belasten.

Herstellerangaben und das konkrete System sind deshalb auch hier entscheidend.

Passende Befestigungsmittel und weiteres Terrassenüberdachung Zubehör sollten immer auf die verwendete Konstruktion abgestimmt werden.

Wer an Befestigungspunkten eine Terrassenüberdachung abdichten muss, sollte daher zuerst feststellen, warum dort überhaupt Wasser eindringt.

10. Risse in Dachplatten nicht ignorieren

Eine beschädigte Dachplatte lässt sich nicht automatisch durch eine Dichtstoffraupe dauerhaft reparieren.

Risse können sich verändern oder weiter ausbreiten. Bei Kunststoffplatten spielen unter anderem Temperaturbewegungen und die Art der Befestigung eine Rolle.

Bei Glas gelten wiederum andere Anforderungen.

Deshalb sollte zunächst geklärt werden:

  • welches Dachmaterial ist vorhanden?
  • wie groß ist die Beschädigung?
  • wodurch ist sie entstanden?
  • befindet sie sich an einer Befestigung?
  • betrifft sie einen Randbereich?
  • ist die Tragfähigkeit beziehungsweise Sicherheit beeinträchtigt?

Bei größeren Schäden kann ein Austausch der betroffenen Platte sinnvoller sein als der Versuch, die Terrassenüberdachung abzudichten.

Eine Reparatur sollte nicht nur verhindern, dass momentan Wasser eindringt. Sie sollte auch zum vorhandenen Dachsystem passen und dauerhaft funktionieren.

11. Dachneigung vor dem Abdichten überprüfen

Nicht jede vermeintliche Undichtigkeit entsteht durch eine kaputte Dichtung.

Auch die Dachneigung beeinflusst die Wasserführung.

Ist die Neigung für das verwendete Dachsystem ungeeignet, kann Niederschlagswasser nicht so ablaufen, wie es konstruktiv vorgesehen ist.

Welche Mindestneigung erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Dachmaterial und System ab. Eine pauschale Angabe für sämtliche Terrassenüberdachungen wäre deshalb nicht sinnvoll.

Wer dauerhaft eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte deshalb auch kontrollieren, ob Dachgeometrie und verwendetes System zusammenpassen.

Die Dachneigung sollte bereits während der Planung festgelegt und nach den Vorgaben des jeweiligen Dachsystems ausgeführt werden.

12. Dachrinne bei einer undichten Terrassenüberdachung prüfen

Tropft Wasser an der Vorderseite einer Überdachung herunter, muss nicht zwingend die Dacheindeckung undicht sein.

Auch eine überlaufende oder verstopfte Dachrinne kann Wasser an Stellen bringen, an denen es normalerweise nicht auftreten sollte.

Kontrolliert werden sollten:

  • Laub
  • Zweige
  • Ablagerungen
  • Rinnenablauf
  • Fallrohr
  • Rinnenverbindungen
  • Gefälle
  • Übergang zwischen Dachfläche und Rinne

Eine funktionierende Dachentwässerung gehört deshalb unmittelbar zum Wetterschutz.

Wie Dachrinne, Fallrohr und weitere Wasserführung zusammenspielen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Terrassenüberdachung Entwässerung – 21 ultimative Tipps für Regenwasser und Dachrinne.

Bevor Sie an der Vorderseite eine Terrassenüberdachung abdichten, sollte daher ausgeschlossen werden, dass eigentlich die Entwässerung die Ursache ist.

Terrassenüberdachung abdichten und Dachrinne kontrollieren

13. Fallrohr und Ablauf nicht vergessen

Eine saubere Dachrinne hilft wenig, wenn das Wasser anschließend nicht weiter abfließen kann.

Deshalb sollte beim Terrassenüberdachung abdichten beziehungsweise bei der Ursachenforschung auch das Fallrohr kontrolliert werden.

Ein teilweise zugesetzter Ablauf kann bei starkem Niederschlag dazu führen, dass sich Wasser zurückstaut.

Zusätzlich sollte geprüft werden, wo das Wasser am Ende des Fallrohres hingeleitet wird.

Es sollte nicht dauerhaft unmittelbar an:

  • Holzpfosten
  • Pfostenträger
  • Fundamente
  • Hauswand

geleitet werden.

Dachabdichtung und Entwässerung sollten deshalb nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

14. Stirnseiten von Stegplatten kontrollieren

Bei Stegplatten verdienen auch die offenen Stirnseiten Aufmerksamkeit.

Hier geht es nicht darum, jede Kammer einfach vollständig mit irgendeinem Dichtstoff zu verschließen.

Passende Systeme verwenden spezielle Abschlusslösungen und gegebenenfalls geeignete Bänder oder Profile.

Die genaue Ausführung hängt vom jeweiligen Platten- und Verlegesystem ab.

Wichtig ist, die Herstellervorgaben einzuhalten und keine Lösung zu wählen, die notwendige Funktionen des Systems beeinträchtigt.

Bei vorhandenen Stegplattendächern sollte deshalb kontrolliert werden, ob Abschlussprofile beziehungsweise vorgesehene Abschlussmaterialien noch richtig sitzen und unbeschädigt sind.

Auch hier gilt beim Terrassenüberdachung abdichten: Die vorgesehene Funktion des Plattensystems darf durch eine improvisierte Abdichtung nicht beeinträchtigt werden.

15. Terrassenüberdachung aus Glas abdichten

Bei einem Glasdach gelten andere Voraussetzungen als bei Stegplatten.

Auch hier können Profile, Dichtungen, Anschlüsse und Befestigungen mögliche Schwachstellen darstellen.

Bei sichtbaren Schäden am Glas selbst ist besondere Vorsicht erforderlich.

Eine beschädigte Überkopfverglasung sollte nicht einfach wie eine gewöhnliche Fensterscheibe behandelt werden.

Wer eine gläserne Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte daher zunächst unterscheiden zwischen:

  • undichter Profilverbindung
  • beschädigter Dichtung
  • problematischem Wandanschluss
  • undichtem Randbereich
  • beschädigter Verglasung

Gerade bei sicherheitsrelevanten Schäden sollte fachkundig geprüft werden, ob eine Reparatur überhaupt möglich und sinnvoll ist.

16. Aluminium-Terrassenüberdachung abdichten

Aluminium-Terrassenüberdachungen bestehen häufig aus aufeinander abgestimmten Systemprofilen.

Bei einer Undichtigkeit sollten diese Systemkomponenten nicht ohne Prüfung verändert werden.

Kontrolliert werden können beispielsweise:

  • Profilstöße
  • Dichtungen
  • Wandanschluss
  • Dachplattenaufnahme
  • Schraubverbindungen
  • Dachrinne
  • Endstücke
  • Übergänge zwischen Bauteilen

Wird an einem abgestimmten System wahllos gebohrt, geschraubt oder zusätzlich abgedichtet, kann das ursprüngliche Funktionsprinzip beeinträchtigt werden.

Deshalb gilt auch hier: erst das vorhandene System identifizieren und anschließend gezielt die Terrassenüberdachung abdichten.

Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Konstruktionsarten erklären wir unter Terrassenüberdachung Holz oder Aluminium – 17 wichtige Tipps.

17. Holz-Terrassenüberdachung und Abdichtung gemeinsam betrachten

Bei einer Holzüberdachung muss zwischen Dachabdichtung und Holzschutz unterschieden werden.

Eine Lasur oder Deckfarbe dichtet kein fehlerhaft ausgeführtes Dach ab.

Gleichzeitig sollte eindringendes Wasser nicht dauerhaft auf Holzbauteile einwirken.

Wer eine Holz-Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte deshalb sowohl Dach und Anschlüsse als auch die angrenzenden Holzbauteile kontrollieren.

Besonders wichtig sind:

  • Wandanschluss
  • Auflagerbereiche
  • Pfosten
  • Pfostenträger
  • Dachrinne
  • Wasserablauf
  • Stellen mit dauerhaft erhöhter Feuchtigkeit

Wie Holzoberflächen geschützt und gepflegt werden, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Terrassenüberdachung streichen – 21 ultimative Tipps für Holzschutz und Pflege.

18. Alte Abdichtungen vor einer Reparatur prüfen

Bei älteren Terrassenüberdachungen finden sich teilweise mehrere übereinanderliegende Reparaturversuche.

Eine neue Dichtstoffschicht über eine alte, bereits abgelöste Fuge aufzutragen, schafft keine zuverlässige Grundlage.

Vor einer neuen Abdichtung sollte deshalb geprüft werden:

  • welche Materialien vorhanden sind
  • ob alte Dichtstoffe noch haften
  • ob der Untergrund sauber und tragfähig ist
  • ob die ursprüngliche Konstruktion korrekt ausgeführt wurde
  • ob beschädigte Dichtungen besser ersetzt werden sollten
  • ob Profile beschädigt sind

Erst danach lässt sich entscheiden, welche Reparatur fachlich sinnvoll ist.

Bei einem abgestimmten Dachsystem ist der Austausch eines beschädigten Systembauteils häufig sinnvoller als eine improvisierte Abdichtung.

Wer eine ältere Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte deshalb nicht automatisch auf den vorherigen Reparaturversuch aufbauen.

19. Nach der Montage alle Anschlüsse kontrollieren

Eine Terrassenüberdachung sollte nach der Montage nicht nur optisch kontrolliert werden.

Wichtig sind auch die konstruktiven Übergänge.

Dazu gehören insbesondere:

  • Wandanschluss
  • Dachprofile
  • Randprofile
  • Dichtungen
  • Dachrinne
  • Fallrohr
  • Befestigungen
  • Abschlussprofile

Wer eine Terrassenüberdachung selbst montiert, sollte sich dabei konsequent an die Vorgaben des jeweiligen Systems halten.

Die einzelnen Schritte von Fundament und Pfosten über Tragwerk und Dach bis zur Entwässerung behandeln wir ausführlich in Terrassenüberdachung Montage – 21 ultimative Tipps für einen sicheren Aufbau.

Wer Eigenleistung plant, findet zusätzliche Hinweise unter Terrassenüberdachung selber bauen – 21 ultimative Tipps für Planung und Aufbau.

Eine sorgfältige Kontrolle direkt nach der Montage kann verhindern, dass Sie später aufwendig die Terrassenüberdachung abdichten müssen.

20. Nach dem Terrassenüberdachung abdichten regelmäßig kontrollieren

Eine erfolgreiche Reparatur sollte anschließend nicht für Jahre vergessen werden.

Dach und Anschlüsse sind dauerhaft Witterung, Temperaturunterschieden, Schmutz und Niederschlag ausgesetzt.

Deshalb sollten regelmäßig kontrolliert werden:

  • Wandanschluss
  • Dichtungen
  • Profile
  • Dachplatten
  • Befestigungen
  • Dachrinne
  • Fallrohr
  • Holzbauteile
  • Pfostenbereiche

Eine regelmäßige Reinigung erleichtert diese Kontrolle erheblich.

Unter einer dicken Schicht aus Laub, Moos oder anderen Ablagerungen lassen sich Veränderungen wesentlich schlechter erkennen.

Deshalb gehören Reinigung, Kontrolle und Instandhaltung zusammen. Wer nach dem Terrassenüberdachung abdichten regelmäßig kontrolliert, kann neue Veränderungen häufig frühzeitig erkennen.

21. Terrassenüberdachung abdichten und das gesamte Dachsystem betrachten

Eine dauerhaft dichte Terrassenüberdachung entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt.

Dachmaterial, Dachneigung, Profile, Dichtungen, Wandanschluss, Befestigung und Entwässerung müssen zusammenpassen.

Deshalb sollte beim Terrassenüberdachung abdichten nicht ausschließlich die sichtbare Tropfstelle betrachtet werden.

Bei Stegplatten müssen beispielsweise Platten und Profile die temperaturbedingten Bewegungen des Materials berücksichtigen. Dichtungen müssen zum Material passen. Der Wandanschluss muss Wasser zuverlässig vom Gebäude wegführen. Dachrinne und Fallrohr müssen das anfallende Regenwasser anschließend kontrolliert ableiten.

Werden diese Komponenten gemeinsam betrachtet, lässt sich die eigentliche Ursache einer Undichtigkeit wesentlich gezielter beheben.

Wie Dach, Entwässerung, Seitenschutz und weitere Komponenten gemeinsam gegen Regen, Wind und Sonne wirken, erklären wir außerdem in unserem Ratgeber Terrassenüberdachung Wetterschutz – 21 ultimative Tipps für Regen, Wind und Sonne.

Baustoff Ambrosius liefert geeignete Terrassenüberdachungen, Kunststoffplatten, Dachprodukte, Konstruktionsmaterialien und weiteres Zubehör deutschlandweit. Für geeignete Projekte können zusätzlich Fundament- und Montageleistungen in Hamburg und Schleswig-Holstein abgestimmt werden.

Warum Stegplatten nicht starr abgedichtet werden sollten

Stegplatten reagieren auf Temperaturänderungen.

Deshalb müssen sie innerhalb des vorgesehenen Verlegesystems Bewegungsmöglichkeiten behalten.

Ein fachgerechtes System kann beispielsweise aus Aluminiumprofilen und darauf abgestimmten EPDM-Dichtungen bestehen.

thyssenkrupp Plastics beschreibt für seine alwo-Verlegesysteme, dass die Profile eine temperaturbedingte Ausdehnung und Kontraktion der Stegplatten ermöglichen und die EPDM-Dichtungen gleichzeitig das Eindringen von Wasser verhindern.

Als externe Fachquelle: thyssenkrupp Plastics – alwo Verlegesysteme für Stegplatten.

Wer eine solche Terrassenüberdachung abdichten möchte, darf diese notwendige Bewegungsmöglichkeit nicht einfach durch eine starre, großflächige Abdichtung blockieren.

Terrassenüberdachung abdichten oder Bauteil austauschen?

Nicht jeder Schaden sollte mit Dichtstoff repariert werden.

Ein Austausch kann beispielsweise sinnvoller sein bei:

  • stark beschädigten Dachplatten
  • gebrochenen Profilen
  • dauerhaft verformten Dichtungen
  • beschädigten Wandanschlüssen
  • korrodierten oder ungeeigneten Befestigungen
  • konstruktiv falsch ausgeführten Übergängen

Dabei sollte immer das gesamte System berücksichtigt werden.

Ein einzelnes neues Bauteil muss zur vorhandenen Konstruktion passen.

Besonders bei älteren Überdachungen lohnt sich deshalb vor der Bestellung eine genaue Bestandsaufnahme. So lässt sich entscheiden, ob Sie die Terrassenüberdachung abdichten können oder ob ein beschädigtes Bauteil besser vollständig ersetzt wird.

Terrassenüberdachung abdichten nach starkem Unwetter

Nach Hagel, Sturm oder außergewöhnlich starkem Regen können Schäden sichtbar werden, die vorher nicht aufgefallen sind.

Kontrolliert werden sollten anschließend insbesondere Dachplatten, Profile, Dichtungen, Dachrinne, Wandanschluss und Befestigungen.

Bei Holzkonstruktionen sollte zusätzlich geprüft werden, ob Wasser an Stellen gelangt ist, an denen es länger stehen bleiben kann.

Nicht jede kleine Wasseransammlung bedeutet unmittelbar einen Schaden. Wiederkehrender Wassereintritt sollte jedoch nicht ignoriert werden.

Je früher die Ursache gefunden wird, desto geringer ist das Risiko, dass angrenzende Bauteile dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt werden.

Müssen Sie nach einem Unwetter die Terrassenüberdachung abdichten, sollte deshalb zuerst geklärt werden, ob tatsächlich nur eine Dichtung betroffen ist oder ein Bauteil beschädigt wurde.

Typische Fehler beim Terrassenüberdachung abdichten

Viele Abdichtungsprobleme werden durch schnelle Reparaturversuche eher verdeckt als dauerhaft behoben.

Typische Fehler sind:

  • sichtbare Tropfstelle mit tatsächlicher Eintrittsstelle gleichsetzen
  • wahllos Silikon auftragen
  • Materialverträglichkeit nicht prüfen
  • falsche Dichtungen verwenden
  • beschädigte Profile nicht ersetzen
  • Schrauben übermäßig festziehen
  • Bewegungsmöglichkeiten von Kunststoffplatten blockieren
  • Dachneigung nicht berücksichtigen
  • Wandanschluss nur oberflächlich reparieren
  • Dachrinne und Fallrohr nicht kontrollieren
  • verschmutzte Untergründe überarbeiten
  • alte lose Dichtstoffe einfach überdecken
  • unterschiedliche Profilsysteme ohne Prüfung kombinieren
  • Herstellervorgaben ignorieren

Wer eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte deshalb systematisch vorgehen und die Ursache beseitigen, statt lediglich die sichtbare Stelle abzudecken.

Häufige Fragen zum Terrassenüberdachung abdichten

Warum tropft meine Terrassenüberdachung?

Mögliche Ursachen sind beschädigte oder verrutschte Dichtungen, problematische Profilverbindungen, ein fehlerhafter Wandanschluss, beschädigte Dachplatten, Befestigungspunkte oder Probleme bei der Entwässerung. Die sichtbare Tropfstelle muss nicht mit der tatsächlichen Eintrittsstelle übereinstimmen.

Kann ich eine Terrassenüberdachung mit Silikon abdichten?

Das hängt vom vorhandenen System, dem Anwendungsbereich und den beteiligten Materialien ab. Ein beliebiger Silikondichtstoff ist nicht automatisch für Polycarbonat, Acrylglas oder vorhandene Dichtungen geeignet. Die Herstellerangaben sollten deshalb beachtet werden.

Wie kann ich Stegplatten abdichten?

Stegplatten sollten innerhalb eines dafür vorgesehenen Verlegesystems montiert werden. Profile und geeignete Dichtungen halten Niederschlagswasser ab und müssen gleichzeitig die temperaturbedingte Bewegung der Platten berücksichtigen.

Kann ich eine undichte Dachplatte einfach zukleben?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Material, Art und Position der Beschädigung müssen berücksichtigt werden. Bei größeren Rissen oder sicherheitsrelevanten Schäden kann der Austausch der Platte die sinnvollere Lösung sein.

Warum ist der Wandanschluss undicht?

Mögliche Ursachen sind beschädigte Dichtungen oder Dichtstoffe, ungeeignete beziehungsweise falsch montierte Anschlussprofile oder Probleme beim Übergang zur vorhandenen Fassade. Der konkrete Aufbau muss geprüft werden.

Kann eine verstopfte Dachrinne wie eine Undichtigkeit wirken?

Ja. Wenn Wasser nicht ordnungsgemäß ablaufen kann, kann eine überlaufende Dachrinne Wasser an Stellen führen, an denen normalerweise kein Wasser austritt.

Welche Dichtung eignet sich für Stegplatten?

Das hängt vom jeweiligen Platten- und Profilsystem ab. Bei entsprechenden Verlegesystemen werden beispielsweise mit Polycarbonat und Acrylglas verträgliche EPDM-Dichtungen eingesetzt. Entscheidend sind die Vorgaben des jeweiligen Herstellers.

Muss ich eine undichte Terrassenüberdachung komplett erneuern?

Nicht zwangsläufig. Häufig können einzelne beschädigte Dichtungen, Profile, Anschlüsse oder Dachbauteile repariert beziehungsweise ausgetauscht werden. Bei größeren Schäden oder konstruktiven Problemen muss individuell entschieden werden.

Liefert Baustoff Ambrosius Dachmaterial deutschlandweit?

Geeignete Terrassenüberdachungen, Dachprodukte, Kunststoffplatten und Baustoffe können deutschlandweit geliefert werden.

Bietet Baustoff Ambrosius auch Montage an?

Für geeignete Projekte können Fundament- und Montageleistungen in Hamburg und Schleswig-Holstein abgestimmt werden.

Fazit: Terrassenüberdachung abdichten und Ursache dauerhaft beheben

Wer eine Terrassenüberdachung abdichten möchte, sollte nicht mit dem Dichtstoff beginnen, sondern mit der Ursachenanalyse.

Wandanschluss, Dachplatten, Profile, Dichtungen, Befestigungen, Dachneigung und Entwässerung bilden ein zusammenhängendes System.

Besonders bei Stegplatten ist wichtig, dass die Dacheindeckung ihre vorgesehene temperaturbedingte Bewegung weiterhin ausführen kann. Passende Profile und materialverträgliche Dichtungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Auch Dachrinne und Fallrohr sollten bei der Fehlersuche nicht vergessen werden. Wasser, das nicht kontrolliert abfließen kann, kann an ganz anderen Stellen Probleme verursachen.

Wer fachgerecht eine Terrassenüberdachung abdichten und anschließend regelmäßig kontrollieren möchte, sollte deshalb immer die gesamte Konstruktion betrachten. So können Undichtigkeiten gezielt behoben und neue Veränderungen frühzeitig erkannt werden.

Baustoff Ambrosius liefert geeignete Terrassenüberdachungen, Dachprodukte, Kunststoffplatten und Baustoffe deutschlandweit. Für geeignete Projekte in Hamburg und Schleswig-Holstein können zusätzlich Fundament- und Montageleistungen abgestimmt werden.

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