Wellplatten austauschen: 17 starke Tipps zur Erneuerung
Wellplatten austauschen beginnt mit der Bestandsaufnahme. Eine Ersatzplatte muss zum vorhandenen Profil passen; bei einer vollständigen Neueindeckung sind außerdem Unterkonstruktion, Befestigungen und Anschlüsse neu abzugleichen. Diese 17 Tipps helfen dir, den Wechsel einer Kunststoff-Wellplattendeckung vorzubereiten, die richtigen Produktdaten zusammenzustellen und typische Fehlbestellungen zu vermeiden.
Der Ratgeber richtet sich an Dächer mit Kunststoffprofilplatten aus Acryl, Polycarbonat oder PVC. Unbekannte ältere Faserzementplatten sind gesondert zu behandeln: Wegen möglichen Asbests dürfen sie nicht auf Verdacht gebohrt, gesägt oder gebrochen werden. Kläre Material und Arbeitsverfahren vor Eingriffen. Für die neue Kunststoffplatte gelten die zugehörigen Herstellerunterlagen. Die vorhandene Montage ist keine automatische Vorlage für ein anderes Produkt.
Direkt zum Thema: Bestand und Schäden · Ersatzplatten bestimmen · Austausch planen · Anschlüsse · Abschlusskontrolle · Häufige Fragen. Für die erste Produktauswahl hilft unsere Kaufberatung für Wellplatten.
1. Anlass und Umfang des Austauschs feststellen
Notiere, weshalb die Eindeckung erneuert werden soll. Eine einzelne beschädigte Platte nach einem Ereignis ist anders zu beurteilen als eine Dachfläche mit mehreren Rissen, Verformungen oder wiederkehrenden Undichtigkeiten. Auch eine veränderte Nutzung kann einen Wechsel auslösen. Wer unter dem Dach künftig einen Sitzplatz einrichtet, hat möglicherweise andere Anforderungen an Lichtwirkung und Beschattung als bei einem bisherigen Lagerbereich. Diese Ziele gehören an den Anfang der Planung.
Trenne sichtbare Symptome von vermuteten Ursachen. Wasser an einer Schraubstelle bedeutet nicht zwangsläufig, dass ausschließlich die Platte ausgetauscht werden muss. Ebenso kann ein Fleck auf der Unterseite mit Kondensation zusammenhängen. Dokumentiere Ort, Ausdehnung und beobachtete Bedingungen. Eine geordnete Bestandsaufnahme hilft dabei, eine passende Maßnahme zu wählen, statt neue Platten über ein weiterhin ungeklärtes Anschluss- oder Konstruktionsproblem zu montieren.
2. Vorhandenes Material eindeutig bestimmen
Suche nach Rechnung, Lieferschein, Artikelnummer und alten Verlegeunterlagen. Damit lassen sich Material und Ausführung oft zuverlässiger bestimmen als mit einem Foto. Transparente Platten können aus unterschiedlichen Kunststoffen bestehen und trotz ähnlicher Optik verschiedene Eigenschaften haben. Die Farbe und das ungefähre Alter reichen als Produktbestimmung nicht aus. Halte auch vorhandene Oberflächenstrukturen und Kennzeichnungen fest, soweit sie ohne gefährliche Arbeiten erkennbar sind.
Bei unbekannten älteren Dachplatten darf die Materialermittlung nicht durch eigenständige zerstörende Proben beginnen. Besonders bei Faserzement ist eine fachliche Abklärung vor Eingriffen wichtig. Das Asbest-Informationsangebot der BAuA erläutert die besonderen Anforderungen. Für bestätigte Kunststoffplatten geht die Planung anschließend mit Profil, Abmessungen und Systemdaten weiter. Eine saubere Zuordnung verhindert, dass eine allgemeine Kunststoffanleitung auf ein ungeklärtes Dachmaterial übertragen wird.
3. Schäden aus sicherer Position dokumentieren
Fotografiere die Dachfläche und die betroffenen Stellen aus einem sicheren Bereich. Hilfreich sind sowohl eine Gesamtansicht als auch erkennbare Details von Rand, Traufe und Wandanschluss. Markiere die Positionen auf einer einfachen Skizze. Notiere, ob ein Riss an einer Bohrung beginnt, eine Kante beschädigt ist oder sich eine Platte sichtbar verformt hat. Solche Beobachtungen unterstützen die weitere Prüfung, ersetzen aber keine Beurteilung der Tragfähigkeit.
Steige für ein besseres Foto nicht direkt auf die Kunststoffplatten. Auch scheinbar unbeschädigte Nachbarplatten sind keine geeignete Standfläche. Lose Teile und Bereiche unter möglichen herabfallenden Bruchstücken müssen berücksichtigt werden. Falls das Dach akut beschädigt ist, hat die sichere Absperrung beziehungsweise fachgerechte Sicherung Vorrang vor einer vollständigen Fotodokumentation. Versuche nicht, eine unsichere Platte durch Körpergewicht oder improvisierte Auflagen kurzfristig zu stabilisieren.
4. Einzelplatte oder gesamte Deckung erneuern?
Ein begrenzter Austausch kann sinnvoll sein, wenn der Schaden lokal ist, der übrige Bestand geeignet bleibt und ein passendes Ersatzprodukt sicher bestimmt werden kann. Prüfe dabei auch die angrenzenden Platten. Beim Lösen einer Überdeckung werden diese mit beansprucht. Bereits vorgeschädigte oder stark gealterte Teile können zusätzliche Schwierigkeiten verursachen. Eine neue Platte allein ist deshalb noch kein vollständiger Nachweis, dass der umgebende Bereich weiter verwendbar ist.
Eine komplette Erneuerung eröffnet mehr Auswahl, verlangt aber eine vollständige neue Abstimmung des Dachsystems. Vergleiche Aufwand, verfügbare Produkte und Zustand des Bestands. Es gibt keine allgemeine Anzahl beschädigter Platten, ab der jedes Dach vollständig ersetzt werden müsste. Entscheidend sind der konkrete Befund und die geplante Nutzung. Halte die Entscheidung nachvollziehbar fest, insbesondere wenn eine Teilmaßnahme nur vorläufig gewählt und später eine größere Sanierung vorgesehen wird.
| Ausgangslage | Zuerst klären | Mögliche Planungsrichtung |
|---|---|---|
| Ein lokaler Schaden | Passende Ersatzplatte und Zustand der Nachbarn | Begrenzten Austausch prüfen |
| Mehrere Schäden oder Verformungen | Ursache, Unterkonstruktion und Gesamtsystem | Umfassende Erneuerung prüfen |
| Profil oder Hersteller unbekannt | Material und genaue Geometrie | Vor Bestellung eindeutig bestimmen |
| Neue Nutzung des Daches | Licht, Aufbau und Anforderungen | Neue Deckung passend planen |
5. Profil und Überdeckung der Ersatzplatte abgleichen
Vergleiche Profilform, Teilung und Höhe genau. Runde Wellen und kantige Spundwandprofile sind nicht allein deshalb kompatibel, weil ähnliche Zahlen in der Bezeichnung stehen. Auch gleiche Außenbreiten beweisen keine passende Überdeckung. Für eine einzelne Ersatzplatte muss die Verbindung zu den vorhandenen Nachbarplatten geeignet sein. Ein Teil, das nur unter Druck in die Überdeckung passt, ist keine saubere Lösung für eine dauerhaft spannungsarme Montage.
Notiere Messwerte und kennzeichne, wo sie aufgenommen wurden. Nutze bei Rückfragen eine bemaßte Skizze statt ausschließlich eines perspektivisch verzerrten Fotos. Die Grundlagen erklärt unser Ratgeber zu Wellplatten-Maßen, Profilen und Stärke. Kläre die Produktpassung vor der Bestellung. Wenn das ursprüngliche Profil nicht mehr verfügbar ist, muss eine geeignete Alternative für den betroffenen Aufbau geplant werden; bloßes Anpassen mit zusätzlichen Schrauben ersetzt diese Prüfung nicht.

6. Plattenlängen und nutzbare Deckmaße aufnehmen
Miss die vorhandene Dachfläche und ihre Aufteilung, soweit das ohne unsichere Arbeiten möglich ist. Unterscheide Außenmaß, sichtbares Maß und tatsächlich benötigte Decklänge. Unter einer Überdeckung kann ein Teil der vorhandenen Platte verborgen sein. Eine nur von unten geschätzte Länge führt leicht zu einem zu kurzen Ersatz. Berücksichtige Traufe, Wandanschluss und vorgeschriebene Bewegungsabstände. Der neue Zuschnitt muss aus dem geplanten Detail abgeleitet werden.
Zeichne bei mehreren Bahnen ihre Reihenfolge und Stoßstellen ein. Prüfe, ob die bisherige Teilung beim neuen System zulässig und sinnvoll ist. Eine neue lieferbare Länge darf nicht automatisch vollständig ohne weiteren Stoß eingesetzt werden; maßgeblich sind auch die zulässige Verlegelänge und die Handhabung. Stimme Formatwahl und Montageablauf aufeinander ab. Das verhindert eine Bestellung, die rechnerisch Fläche abdeckt, vor Ort aber ungeplante Zuschnitte oder zusätzliche Überdeckungen verursacht.
7. Einen Materialwechsel als neue Systementscheidung behandeln
Wenn du von PVC auf Acryl oder Polycarbonat wechselst, betrachte das als neue Produktauswahl. Profil, Stärke, Befestigung und Auflageranforderungen können sich ändern. Das gilt auch bei einem Wechsel innerhalb derselben Kunststoffart. Eine neue Platte mit höherem Einzelpreis ist nicht automatisch für jeden Bestand geeigneter. Lege zuerst fest, welche Anforderungen die Eindeckung erfüllen soll und welche baulichen Voraussetzungen tatsächlich vorliegen.
Der Wellplatten-Materialvergleich unterstützt die Auswahl. Für einen Sitzplatz ergänzt Wellplatten fürs Terrassendach die Fragen zu Lichtwirkung und Beschattung. Mische verschiedene Produkte nicht ohne geklärte Eignung in einer gemeinsamen Überdeckung. Bei einer vollständigen Erneuerung kann eine einheitliche neue Deckung übersichtlicher sein; ob sie mit der vorhandenen Konstruktion ausgeführt werden kann, muss trotzdem gesondert geprüft werden.
8. Unterkonstruktion vor der Neueindeckung beurteilen
Prüfe bekannte Schäden an Holz, Metall und Verbindungen bereits vor dem Öffnen. Nach dem fachgerechten Entfernen der alten Platten werden weitere Bereiche sichtbar. Achte auf Feuchtigkeit, Verformungen, lose Teile und auffällige Auflagerstellen. Eine neue Deckung darf nicht einfach auf eine ungeklärte beschädigte Unterkonstruktion gesetzt werden. Die vorhandene Konstruktion muss für die neue Ausführung und die Beanspruchung am Standort geeignet sein.
Gleiche Auflagerabstände mit den konkreten Herstellerunterlagen und der erforderlichen Planung ab. Aus der Materialstärke allein folgt kein zulässiger Abstand. Auch ein Wechsel des Profils kann eine neue Betrachtung erfordern. Wenn die Tragfähigkeit unklar ist, lass sie fachlich prüfen. Plane notwendige Reparaturen vor der endgültigen Montage ein. Sonst muss eine gerade neu befestigte Dachfläche womöglich nochmals geöffnet werden, um ein bereits zuvor erkennbares Problem zu beheben.
9. Sichere Arbeitsplätze und Demontageablauf planen
Plane den Zugang, den Bereich unter der Baustelle und Schutzmaßnahmen gegen Absturz und Durchsturz vor Arbeitsbeginn. Mit dem Entfernen einer Platte entsteht eine zusätzliche Öffnung; dadurch ändern sich die Gefahren während des Arbeitsfortschritts. Geeignete Arbeitsplätze und Transportwege müssen für jede Phase vorhanden sein. Eine lose Diele auf den Platten ist für sich genommen kein vollständiges Schutzkonzept. Bei fehlenden Schutzmaßnahmen beginnt die Demontage nicht.
Die Hinweise der BG BAU zu Absturz und Durchsturz verdeutlichen diese Anforderungen. Lege fest, wie Platten aufgenommen, abgelegt und sicher zum Boden transportiert werden. Große Bauteile benötigen abgestimmte Handhabung und geeignete Wetterbedingungen. Bei unbekannten Materialien, instabilen Bauteilen oder unzureichendem Zugang gehört die Ausführung in fachkundige Hände. Ein schneller Austausch ist kein Grund, die Arbeitsvorbereitung zu überspringen.
10. Wetterfenster und vorübergehenden Schutz organisieren
Stimme Materialverfügbarkeit und Ausführungstermin aufeinander ab. Öffne das Dach nicht allein deshalb vollständig, weil die neuen Platten bereits bestellt sind. Prüfe die tatsächlich eingetroffene Ware und das vollständige Zubehör. Wind, Regen oder Frost können den Ablauf beeinflussen. Lege fest, wie angrenzende Gebäudeteile und Gegenstände geschützt werden, falls die Arbeiten unterbrochen werden müssen. Eine provisorische Abdeckung braucht ebenfalls eine geeignete Befestigung und sichere Ausführung.
Plane keine unnötig langen offenen Dachphasen. Bei abschnittsweiser Arbeit muss das Verfahren technisch und sicher zum Aufbau passen. Ein ungesichert aufgelegtes Paket neuer Platten ersetzt keine Abdeckung. Berücksichtige außerdem die Lagerung nach Herstellerangaben und ausreichend Platz für Altmaterial. Die Seite Lieferung und Versand hilft bei der Vorbereitung von Zufahrt und Entladung. Der weitere Transport auf dem Grundstück ist getrennt davon abzustimmen.
11. Alte Befestigungen und Zubehörteile prüfen
Schrauben, Kalotten, Abstandhalter und Dichtteile sind beim Austausch als zusammengehörige Befestigung zu betrachten. Alte Teile sind nicht automatisch für die neue Platte geeignet. Prüfe Profilpassung, vorgesehenes System, Zustand und Unterkonstruktion. Unbekannte oder beschädigte Dichtteile solltest du nicht als sichere Grundlage für die erneuerte Fläche ansetzen. Eine Wiederverwendung kommt nur infrage, wenn Eignung und Zustand geklärt sind.
Erstelle eine Zubehörliste nach dem Befestigungsplan des neuen Produkts. Die Zahl der Schrauben und die Positionen können sich gegenüber dem alten Dach ändern. Übernimm vorhandene Löcher nicht ungeprüft als Bohrschablone. Im Bereich Zubehör für Wellplatten findest du Komponenten für die weitere Auswahl. Entscheidend ist die konkrete freigegebene Kombination und nicht, ob ein Teil auf dem Produktfoto ähnlich aussieht.
12. Anschlüsse und Entwässerung mit erneuern oder anpassen
Prüfe den Wandanschluss, seitliche Abschlüsse und die Traufe gemeinsam mit den Platten. Eine neue Profilhöhe kann die vorhandene Verbindung verändern. Auch alte Dichtstoffe oder Formteile müssen hinsichtlich Zustand und Verträglichkeit beurteilt werden. Ein sauber ausgewähltes Plattenprodukt kann einen mangelhaften Anschluss nicht ausgleichen. Plane insbesondere den oberen Abschluss an der Fassade und die vorgesehene Materialbewegung als eigenes Detail.
Ein Produktbeispiel ist der TEJESINUS Wandanschluss aus Acryl für S76/18. Seine Eignung ist mit Platte und Wandaufbau abzugleichen. Kontrolliere anschließend Rinnenlage und Wasserweg. Der Ratgeber Terrassenüberdachung und Entwässerung erläutert den Zusammenhang. Bei bereits vorhandenen Feuchtespuren hilft Terrassenüberdachung abdichten bei der geordneten Betrachtung möglicher Anschlussprobleme.

13. Neue Platten vor dem Einbau kontrollieren
Kontrolliere die Lieferung auf richtige Artikel, Abmessungen und sichtbare Schäden, bevor Platten zugeschnitten werden. Vergleiche die erhaltenen Teile mit deiner Stückliste. Bewahre Kennzeichnungen und Unterlagen bis zur Abschlusskontrolle auf. Bei einem Teilaustausch ist eine sorgfältige Passungsprüfung besonders wichtig. Eine zu spät entdeckte Profilabweichung kann sonst erst auffallen, wenn die alte Fläche bereits geöffnet und das neue Teil bearbeitet ist.
Lege die Reihenfolge der zugeschnittenen Teile fest und kennzeichne Einbaurichtung sowie Zuordnung. Bearbeite die neuen Platten mit geeigneten Werkzeugen und den vorgesehenen Bohrdurchmessern. Wie das vorbereitet wird, beschreibt Wellplatten schneiden und bohren. Nutze eine vorhandene beschädigte Platte nicht ungeprüft als Maßvorlage. Ihre Form oder alte Bohrungen können gerade Teil des Problems sein, das mit der Erneuerung behoben werden soll.
14. Die neue Deckung nach ihrer eigenen Anleitung montieren
Für die neue Ausführung gelten ihre Vorgaben zu Dachneigung, Auflagern, Überdeckungen und Befestigung. Halte den vorgesehenen Bewegungsspielraum ein und richte die erste Bahn sorgfältig aus. Ein altes Befestigungsschema ist keine Freigabe für das neue Produkt. Ebenso ist eine Schraube nicht allein deshalb passend, weil sie in ein vorhandenes Loch der Unterkonstruktion passt. Die gesamte Verbindung muss geeignet ausgeführt werden.
Arbeite nach dem abgestimmten Montageplan und kontrolliere jede fertiggestellte Bahn. Platten dürfen nicht durch übermäßigen Schraubendruck in eine unpassende Lage gezwungen werden. Stimmen Auflage oder Überdeckung nicht, muss die Ursache geklärt werden. Die ausführliche Reihenfolge behandelt unser Montageratgeber für Wellplatten. Hier liegt der Schwerpunkt auf den Besonderheiten des Bestands: vorhandene Anschlüsse, alte Befestigungspunkte und die Schnittstelle zwischen verbleibenden und erneuerten Bauteilen.
15. Austauschkosten vollständig kalkulieren
Rechne neue Platten, Zubehör, Anschlüsse und Lieferung zusammen. Ergänze Demontage, Entsorgung, sichere Arbeitsplätze und erforderliche Arbeiten an der Unterkonstruktion. Bei einem begrenzten Austausch kann der organisatorische Aufwand einen großen Anteil der Gesamtsumme ausmachen. Der Preis einer einzigen Ersatzplatte ist daher kein belastbarer Endpreis für die Maßnahme. Vergleiche Angebote nur bei gleichem beschriebenem Umfang.
Der Ratgeber Wellplatten-Kosten und Preisvergleich zeigt die Kalkulationsmethode. Halte bekannte Positionen und mögliche Zusatzbefunde getrennt fest. Wenn nach dem Öffnen ein verdeckter Schaden sichtbar wird, sollte das weitere Vorgehen vor zusätzlichen Arbeiten abgestimmt werden. Eine transparente Beschreibung ist hilfreicher als ein scheinbar genauer Pauschalbetrag ohne Bestandskenntnis. Bei einer Anfrage gehören Fotos, Maße und die gewünschte neue Ausführung deshalb immer dazu.
16. Die erneuerte Fläche und ihre Übergänge kontrollieren
Vergleiche die fertige Ausführung mit Verlegeplan und Stückliste. Sind alle vorgesehenen Befestigungen vorhanden und die Anschlüsse sauber ausgeführt? Kontrolliere sichtbare Ränder, Überdeckungen und Bearbeitungsstellen. Entferne Späne, Verpackungsreste und andere lose Gegenstände mit geeigneten Verfahren. Beim Teilaustausch verdienen die Übergänge zu alten Platten besondere Aufmerksamkeit. Dokumentiere, welche Teile erneuert wurden und welche Bereiche Bestandteil der bestehenden Deckung bleiben.
Beobachte die Wasserführung beim nächsten Regen aus sicherer Position. Unterscheide neue Auffälligkeiten von bereits zuvor dokumentierten Spuren. Ziehe bei Tropfen nicht wahllos sämtliche Befestiger nach. Kläre zunächst Eintrittsstelle beziehungsweise Entstehungsursache. Fotos von Anschluss, Traufe und Randdetails erleichtern spätere Rückfragen. Die Abschlusskontrolle ist keine Zusage für unbegrenzte Nutzungsdauer, schafft aber eine nachvollziehbare Grundlage für die weitere Pflege und Beobachtung.
17. Pflegeunterlagen und Ersatzteildaten aufbewahren
Bewahre Artikelnummer, Material, Profil, Plattenstärke und verwendete Befestiger gemeinsam auf. Ergänze Datum und Umfang der Erneuerung. Bei einem Teilwechsel sollte erkennbar bleiben, welche Bahn neu ist und ob unterschiedliche Produkte verbaut wurden. So lässt sich bei einer späteren Frage gezielt nach dem richtigen System suchen. Eine Sammlung klarer Daten ist oft hilfreicher als ein einzelnes Foto ohne Maßstab oder Produktkennzeichnung.
Für die Pflege nutze Wellplatten reinigen und pflegen. Plane Sichtkontrollen passend zu Standort und Beanspruchung und halte Wasserwege frei. Zusätzliche Bauteile wie Sonnenschutz oder Beleuchtung benötigen geeignete Befestigungspunkte; sie werden nicht beliebig an die neuen Platten gehängt. Wenn später weitere Teile ersetzt werden sollen, beginne wieder mit der Bestandsprüfung. Die Dokumentation macht diesen Schritt einfacher, ersetzt aber keine aktuelle Beurteilung des Dachzustands.
Zwei typische Austauschsituationen vergleichen
Bei einem lokal beschädigten Terrassendach kann eine eindeutig passende Ersatzplatte den Umfang begrenzen. Voraussetzung sind ein geeigneter Restbestand, sichere Zugänglichkeit und geklärte Überdeckungen. Ist das alte Profil unbekannt oder sind Nachbarplatten ebenfalls auffällig, muss die Planung neu bewertet werden. Ein zufällig ähnliches Shopprodukt ist keine sichere Abkürzung. Erst die eindeutige Zuordnung macht aus der Produktrecherche eine belastbare Bestellgrundlage.
Bei einer vollständigen Erneuerung eines Unterstands kann dagegen die neue Nutzung den Ausschlag für eine andere Ausführung geben. Dann werden Deckmaß, Auflager, Zubehör und Anschlüsse für das neue System geplant. Die alte Dachbreite und Länge bleiben wichtige Ausgangsdaten; die bisherige Aufteilung muss jedoch nicht unverändert übernommen werden. Vergleiche beide Wege anhand von Eignung, vollständigen Kosten und Aufwand statt nur anhand des Plattenpreises.
Produktbeispiele für neue Wellplatten
Die TEJESINUS WABE Acrylplatte mit 3 mm und S76/18 ist ein Beispiel mit runder Welle. Die NOVAKLAR PVC-Spundwand mit 1,2 mm in Glasklar steht für eine andere Ausführung. Diese Artikel sind keine pauschalen Ersatzempfehlungen für unbekannte Bestandsdächer. Prüfe jeweils Material, Profil und Abmessungen.

Weitere Produkte findest du in unserer Kategorie für Kunststoffwellplatten. Für eine konkrete Produktfrage sende Kennzeichnung, Dachmaße, Skizze und Fotos an info@baustoff-ambrosius.de. Nenne, ob nur eine Platte oder die gesamte Deckung erneuert werden soll. Damit lässt sich die Anfrage gezielter prüfen. Die Eignung einer unbekannten Tragkonstruktion oder eines möglichen Gefahrstoffbestands lässt sich daraus nicht automatisch bestätigen.
Häufige Fragen zum Austausch von Wellplatten
Kann ich nur eine einzelne Wellplatte ersetzen?
Das ist bei einem geeigneten Restbestand und einer eindeutig passenden Ersatzplatte möglich. Prüfe auch Nachbarplatten, Überdeckungen und Befestigung. Ein lokaler Schaden allein beweist noch nicht, dass das übrige System unverändert weiterverwendet werden kann.
Passt jede Platte mit der Bezeichnung 76/18?
Nein. Profilform, Herstellerdetails und konkrete Ausführung sind abzugleichen. Runde Wellen und Spundwandprofile sind keine automatisch passenden Partner. Auch die Außenbreite allein genügt nicht. Kläre die Passung vor dem Kauf und vor dem Zuschnitt.
Kann ich PVC durch Acryl oder Polycarbonat ersetzen?
Ein Materialwechsel muss als neue Systemauswahl geplant werden. Auflager, Profil, Zubehör und Anschlüsse können andere Anforderungen haben. Prüfe die konkrete Platte und ihren vorgesehenen Einsatz. Die gleiche Dachfläche bedeutet nicht, dass die bisherige Montage unverändert übernommen werden darf.
Müssen die alten Schrauben ebenfalls ersetzt werden?
Das hängt von Zustand und Eignung für das neue System ab. Prüfe Schrauben, Dichtteile und weiteres Zubehör gemeinsam. Beschädigte oder unbekannte Teile sind keine verlässliche Grundlage. Die neue Befestigung muss den aktuellen Produktvorgaben entsprechen.
Was ist bei unbekannten alten Dachplatten zu tun?
Kläre die Materialart vor Eingriffen. Bei älteren Faserzementplatten ist möglicher Asbest zu berücksichtigen. Bohre, säge oder brich solche Teile nicht auf Verdacht. Materialermittlung, Arbeitsverfahren und Entsorgung sind fachgerecht zu planen.
Alle Wellplatten-Ratgeber für deine Erneuerung
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Herstellerunterlagen für Ersatzplatten und Montage
Nutze die Montage- und Verlegeanleitungen von Tetzner & Jentzsch, um die neue Ausführung anhand ihrer Artikelbezeichnung zu prüfen. Für andere Hersteller gelten deren zugehörige Unterlagen. Vergleiche insbesondere Auflager, Überdeckungen, Befestigungen und Bewegungsabstände mit der geplanten Situation. Eine bereits vorhandene Deckung ist keine allgemeine Freigabe für die neue Platte.